Band 18: 2-Be-Safe – 2-Wheeler Behaviour and Safety  VSF-Forschungsarbeit, 2012

Ziel des Projektes war die Erstellung von Richtlinien und Empfehlungen zur Verbesserung der Zweiradsicher-heit, die Verbesserung vorhandener und Entwicklung neuer Forschungsmethoden für den Bereich der Zweiradsicherheit sowie die Formulierung von Fragestellungen für weiterführende Forschungsaktivitäten zum besseren Verständnis des Fahrverhaltens von Zweiradfahrern.

Titelbild der Publikation
Foto: BMVIT

Bis 2008 konzentrierte sich die Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Zweiradsicherheit vorwiegend auf soziologische Aspekte, auf  Fahrausbildung, Unfallanalysen und Auslegung von Systemen der aktiven Sicherheit. Motorisierte Zweiräder waren zu diesem Zeitpunkt (und sind bis heute) im Verkehrsunfallgeschehen überproportional vertreten und die Anzahl der zugelassenen motorisierten Zweiräder war und ist nach wie vor stark im Steigen begriffen. Dennoch wurde auf dem Gebiet der Zweiradsicherheit im Vergleich zu mehrspurigen Fahrzeugen sehr wenig Forschung betrieben, Themen wurden wenn, dann verspätet behandelt,was besonders auf den Bereich der Fahrverhaltensforschung und die Gestaltung von Assistenzsysteme zutraf.

2-Be-Safe wurde lanciert, um zumindest einen Teil dieses Rückstandes aufzuholen. Auch die MAIDS-Studie hat klar die Notwendigkeit von Forschung auf den Gebieten Fahrverhalten und Ergonomie bei Zweiträdern als Risikofaktoren bei Zweirädern herausgestrichen.  Unter Einsatz klassischer Unfallforschung, neuer Forschungsmethoden und Anpassung vorhandener Methodenauf die spezielle  Thematik wurden drei wesentliche Forschungsgebieteins Auge gefasst. Gefahrenwahrnehmung und Akzeptanz der Zweiradfahrer gegenüber Assistenzsystemen, Fahrgewohnheiten und Interaktionen mit anderen Verkehrsteilnehmern sowie Wahrnehmbarkeit von Zweirädern.

2-Be-Safe als Gesamtprojekt wurde von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms gefördert. Der Beitrag des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zum Gesamtprojekt wurde vom Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds (VSF) unterstützt.

Dieses Papier entspricht im Wesentlichen dem Deliverable D35 “Final Publishable Project Report” des Projektes. Das D35 entspricht als Abschlussbericht den Formvorschriften der Europäischen Kommission und enthält dazu zahlreiche administrative Informationen. Diese sind für einen wissenschaftlichen Bericht nicht von Interesse und wurden in dieses Papier daher nicht übernommen, jedoch wurde aus urheberrechtlichen Gründen dennoch das Layout des D35 beibehalten. In dieses Papier wurde dafür eine genauere Darstellung der Tätigkeiten des KFV in 2-Be-Safe und der entsprechenden Ergebnisse aufgenommen.

Der Schlussbericht entstand als Zusammenfassung der Ergebnisse von 34 anderen großteils wissenschaftlichen Berichten (Deliverables), welche die Ergebnisse von drei Jahren Forschungsarbeit im Rahmen von 2-Be-Safe darstellen. Dieser Bericht kann daher nur ganz grob die Erkenntnisse umreißen, stellt aber dar, wo detailliertere Informationen zu finden sind.

Powered Two Wheeler“ beziehungsweise die Abkürzung PTW bedeutet „motorisierte Zweiräder“. In vielen Bereichen wurden nur Motorräder beziehungsweise deren Lenkerinnen und Lenker untersucht. Einige der Untersuchungen schlossen auch Mopeds ein. In Österreich werden in der Unfallstatistik in aller Regel Motorräder und Leichtmotorräder sowie Mopeds und Kleinmotorräder jeweils gemeinsam ausgewertet. Zu bedenken ist auch, dass viele der Erkenntnisse für Motorräder sinngemäß auch auf Mopeds anwendbar sind.

Hinweis

Haben Sie Interesse am Bericht, wenden Sie sich bitte an road.safety@bmk.gv.at.