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FAQ Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Elektrombilität

Weitere Aspekte rund um die Alternative zum Verbrennungsmotor und zur Mobilitätswende finden Sie im Faktencheck Elektromobilität.

Diese Frage kann eindeutig mit "Ja" beantwortet werden.

In einer im Juni 2016 veröffentlichten Studie des Umweltbundesamtes wurden Treibhausgas-Emissionen, Luftschadstoffemissionen und der Energiebedarf von Benzin-, Diesel-, Hybrid- Plug-In Hybrid und rein elektrischen Fahrzeugen verglichen. Dabei wurden die Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge, also von der Produktion über den Betrieb bis zur Entsorgung, betrachtet.

In beiden betrachteten Varianten, mit Ökostrom als auch mit dem durchschnittlichen österreichischen Strommix, liegen reine Elektrofahrzeuge klar vorne. Besonders deutlich fiel der Vorteil aus, wenn der Strom aus erneuerbaren Energieträgern – wie Wind, Sonne, Bioenergie oder Wasserkraft – stammt.

Ja, vor allem da der Umstieg ja nicht von einem auf den anderen Tag passieren wird.

Hier eine einfache Modellrechnung: Der Durchschnittsverbrauch eines rein elektrischen Fahrzeugs pro 100 Kilometer ist großzügig betrachtet rund 20 kWh. Ausgehend von einer Jahresfahrleistung von 10.000 Kilometern entspricht eine 100 % Umstellung des PKW-Fahrzeugbestands (auf bis dahin circa 5 Millionen E-PKW) einem zusätzlichen Strombedarf von 10 TWh.

Auf Basis des derzeitigen Jahresenergiebedarfs von 70 (+10) TWh entspricht das einem zusätzlichen Energiebedarf von rund 14 %. Diese Umstellung ist jedoch über einen Zeitraum von cicra 25 Jahren zu betrachten, da der gesamte PKW-Fahrzeugbestand trotz zukünftig hoher E-Neuzulassungsraten erst sukzessive über viele Jahre erneuert wird (Status Quo im Bestand 2016: 0,2 % E-PKW).
Einhergehend mit weiteren Trends in der Mobilität wie Sharing oder Automatisierung ist daher der Umstieg in jedem Fall zu bewältigen.

Mit Ende 2016 waren knapp 12.000 zugelassene elektrifizierte PKW (rein elektrisch, Plug-In Hybrid, Wasserstoff) auf Österreich Straßen unterwegs, bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 ist Österreich mit 3.826 rein elektrischen Fahrzeugen (BEV) immerhin auf Platz drei in Europa nach Norwegen und Island, innerhalb der EU-28 sogar an erster Stelle. Aktuelle Informationen finden Sie in der Rubrik Zahlen, Daten, Fakten.

Bei den Neuzulassungen von E-Autos (rein elektrische Fahrzeuge und Plug-In Hybride zusammengerechnet) ist Österreich unter den Top 10 innerhalb Europas. In den ersten Monaten des Jahres 2016 war aufgrund der Novelle der Dienstwagenbesteuerung (rein elektrische Fahrzeuge sind vorsteuerabzugsberechtigt und sachbezugsbefreit) in Kombination mit der betrieblichen E-Pkw Förderung von klimaaktiv mobil des BMLRT ein deutlicher Anstieg der Neuzulassungen zu verzeichnen. Betrachtet man dementsprechend die Zulassungsstatistik 2016, liegt Österreich beim Anteil der rein elektrischen Fahrzeugneuzulassungen innerhalb der EU-28 an erster und in Europa insgesamt an dritter Stelle hinter Norwegen und Island. Trotzdem ist der Abstand insbesondere zu Norwegen noch immer beträchtlich. Im Ende Oktober veröffentlichten EU-Ländervergleich (Transport Scoreboard 2016) belegt Österreich beim Vergleich der E-Ladepunkte europaweit den dritten Platz.

Mit Stand 2016 sind im PKW-Bereich in Österreich 17 rein batterieelektrische (BEV) und 15 Plug-In Hybride (PHEV) verfügbar. Wesentlich für die weitere Marktentwicklung sind natürlich eine viel größere Modellvielfalt und auch sinkende Fahrzeugpreise. Im Nutzfahrzeugbereich kommt somit Bewegung in den Markt. Schon heute sind E-Fahrzeuge trotz höherer Anschaffungskosten über den Lebenszyklus hinweg teilweise günstiger als konventionelle PKW. Viele Expertinnen und Experten gehen innerhalb der nächsten Jahre, bis spätestens 2025, von einer Kostengleichheit aus. Dem Bundesministerium ist es wichtig, sowohl wie seit vielen Jahren im Bereich der Forschungsförderung, als auch aktuell beim Markthochlauf sicherzustellen, dass Österreich bei diesen Entwicklungen ganz vorne mitspielt.

Im Ende Oktober veröffentlichten EU-Ländervergleich (Transport Scoreboard 2016) belegt Österreich beim Vergleich der E-Ladepunkte europaweit den dritten Platz. Wir haben schon jetzt vor allem im Vergleich zur Anzahl der vorhandenen Fahrzeuge eine sehr gute flächendeckende Grundausstattung mit Ladeinfrastruktur. Alle österreichischen Betreiber arbeiten auch intensiv daran, dass diese zukünftig besser und einfacher für alle nutzbar ist (Stichwort Interoperabilität).

Untersuchungen zeigen, dass ungefähr 85-95 Prozent des Aufladens im privaten Bereich, also zu Hause oder am Arbeitsplatz, stattfindet. Dennoch muss natürlich auch die öffentliche Ladeinfrastruktur nachverdichtet werden, um Österreich bis 2020 elektrofit zu machen.

Mit der Initiative Elektromobilität verpflichten sich daher auch die ÖBB und die ASFINAG zum Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur an Bahnhöfen und im hochrangigen Straßennetz. Außerdem haben eine Reihe von Bundesländern, darunter auch Wien, bereits ambitionierte Ausbaupläne für die nächsten zwei bis drei Jahre präsentiert.

Öffentliche Ladeinfrastruktur wirtschaftlich zu betreiben, ist immer noch sehr schwierig. Je weiter man sich von der Heimladeoption entfernt, desto höher wird der eingestellte Preis des Ladestationsbetreibers sein, um diese Kosten zu decken. Trotzdem wächst der Markt, nicht nur hinsichtlich der Ladestationen, sondern auch in Bezug auf die Anzahl der Unternehmen, die Ladeservices anbieten. Dementsprechend gibt es viele verschiedene Tarife und sobald ein Anbieter zu hohe Preise verlangt, dürfte er mit seinem Angebot weniger erfolgreich sein.

Für Private und Betriebe: Elektrofahrzeuge sind generell von der Normverbrauchsabgabe sowie von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit.

Für Betriebe: Weitere Steuererleichterungen gibt es für Betriebe und deren MitarbeiterInnen für Elektrofahrzeuge. Vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe können den Vorsteuerabzug auch für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen geltend machen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Dienstfahrzeug auch privat nutzen, entfällt im Falle eines Elektrofahrzeugs der Sachbezug.

Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Elektromobilität gerade in den Städten wird sein, Lademöglichkeiten in Garagen und Abstellanlagen (zum Beispiel öffentliche Parkgaragen, Abstellplätze in Wohnbauten etc.) zu schaffen. Dazu wird derzeit daran gearbeitet, die Rahmenbedingungen für eine einfachere Errichtung dieser Ladeinfrastruktur zu schaffen. Außerdem wird auch der weitere Ausbau der Schnellladeinfrastruktur eine wichtige Rolle spielen, um Elektrofahrzeuge, ähnlich dem heutigen Tankstellenkonzept, an zahlreichen Punkten in der Stadt unter Verwendung hoher Ladeleistungen in kurzer Zeit aufladen zu können.